Sylvia Weser wurde in Oberschlesien, im heutigen Polen, geboren und lebt heute in Süddeutschland. Schon von Jugend an interessierte sie sich für
Kunst und Kunsthandwerk und beschäftigte sich mit der Malerei und Bildhauerei. Ihre Vorbilder waren und sind auch
heute noch die alten Meister, da für sie die Kunst - ganz wie die Puppenkunst, der sie sich verschrieben hat - viel
mit handwerklichem Können zu tun hat. Ihre Liebe zu Puppen begann vor etlichen Jahren mit dem Sammeln antiker Puppen.
Sie besuchte ihren ersten Reproduktionspuppen-Kurs und beschäftigte sich fortan mit den Handwerkstechniken des
Puppenmachens vom Formenbau bis hin zum Brennen und Bearbeiten von Porzellan. In dieser Zeit wurde der Wunsch, ein
solches Kunstwerk selbst zu schaffen, immer größer.
Schon bei den ersten Modellierversuchen mit Ton und Plastilin
wußte sie, daß sie ihre "Berufung" gefunden hatte. 1990 stellte Sylvia Weser ihre Puppen erstmals der Öffentlichkeit vor.
Seither hat sie für ihre Kreationen viele Preise bei internationalen Wettbewerben erhalten und ist inzwischen eine international
gefragte Puppen-Künstlerin.
Ihre liebenswerten Wesen sind u. a. in Museen und Galerien in Toronto, Tokio, Moskau und Amerika ausgestellt. Regelmäßig
besucht Sylvia Weser die alljährlichen Ausstellungen "International Doll Show" in Moskau,
"Artist's United" in New York und
die "Teddy bear and Doll Convention" bei Walt Disney in Florida. Genauso gern nimmt sie aber auch Einladungen zu
Vernissagen an und freut sich über den Kontakt mit den Sammlern.
Die anmutigen und zeitlosen Geschöpfe haben etwas märchenhaftes an sich.
Es sind Kleinkinder, junge Damen, exotische Puppen oder auch Phantasiewesen.
Sie können verträumt und romantisch, aber auch frech, kokett, melancholisch oder sinnlich sein. Aber jede einzelne Kreation trägt die unverwechselbare
Handschrift der Künstlerin.
Sie scheinen allesamt kleine Prinzen und Prinzessinnen zu sein, die den Betrachter verzaubern
und ihn in die heile, unschuldige Welt seiner idealisierten Kindertage zurückversetzen sollen; das will Sylvia Weser
mit ihren Puppenkindern erreichen.
Sie fertigt sie
ausschließlich aus französischem Limoges-Porzellan, das seit Jahrhunderten für feinstes Geschirr verwendet wird. Nur Porzellan mit seiner transparenten Oberfläche
hat Ähnlichkeit mit dem menschlichen Teint.
Es sind Unikate oder Kleinstserien limitiert auf max. 10 Stück in den Größen zwischen 40 und 95 cm.
Charakteristisch für sie ist die bemerkenswerte, naturgetreue Wiedergabe von Händen, Armen, Füßen und Beinen
- sie sind nicht nur perfekt modelliert,
sondern geben jedem einzelnen Puppengeschöpf soviel Leben, daß man meint, es könnte sich
bewegen.
Sylvia Weser ist der Meinung, daß eine künstlerische Arbeit nur vom Künstler selbst geschaffen werden kann. Deswegen
entstehen die exclusiven Puppen vom Modellieren über den Formenbau bis zur Kleidung ohne fremde Hilfe.
Den Körper näht sie aus Nessel und stopft ihn mit Schafswolle. Durch ein skelettartiges Gerüst wird er vollbeweglich, so daß der Ausdruck von der entsprechenden Gestik
noch unterstrichen werden kann. Alle ihre Puppen zeichnen sich auch durch ihre
ausdrucksvollen, lebendig wirkenden Augen aus. Es sind mundgeblasene Glasaugen, die in Lauschau/Thüringen noch nach
alter Tradition gefertigt werden. Die Perücken sind aus europäischem Echthaar und werden zum Teil von ihr selbst gefertigt, gefärbt und frisiert.
Bekannt sind Sylvia Wesers Puppen auch für die ideenreiche und kunstvolle Kleidung.
Die hochwertige Garderobe für ihre Puppenkinder aus Perlenstickerei, Brokat oder Seide entwirft und näht die Künstlerin
ebenfalls selbst.
Sie fällt immer individuell aus, da sie sehr gerne schöne alte Stoffe und Accessoires
verwendet. Dabei gilt jedoch immer der Grundsatz, daß selbst die aufwendigste Kleidung und Dekoration sich dem gewünschten
Ausdruck der Puppe unterordnen muß.
"Während der Arbeit werden die Puppe und ich eins", erklärt Sylvia Weser, "meine ganze Seele fließt mit ein".
Die Gestaltung nach ihren eigenen Ideen, die Möglichkeit
Gefühle und Stimmungen für andere sichtbar zu machen, begeistert sie zunehmend und gibt ihr die Inspiration zu immer
neuer Kreativität.
Die Ausstattung, der Gesamteindruck und die Ausdrucksstärke ihrer Puppen stehen im Einklang der Harmonie und
zeichnen sie auf unverwechselbare Weise aus. Es sind zarte Geschöpfe mit einer natürlichen Grazie. Sie zeigen
eine unglaubliche Perfektion, die großes handwerkliches Können voraussetzt.
Es wurde einmal gesagt: "Sylvia Weser ist der Michelangelo
der Puppen-Welt".
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

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von Sylvia Weser
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